Die Entstehung von Lewis Carrolls Alice und die Erfindung des Wunderlandes

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„Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ sind zwei der berühmtesten, meistübersetzten und meistzitierten Bücher der Welt. Doch wie konnte eine beiläufige Geschichte, die Charles Dodgson (alias Lewis Carroll), ein exzentrischer Oxforder Mathematiker, der Tochter des Dekans von Christ Church, Alice Liddell, erzählte, zu einem solchen Phänomen werden?

Peter Hunt verzichtet auf die psychologischen Spekulationen, die sich um die „Alice“-Bücher ranken, und verfolgt die Quellen ihrer vielschichtigen Insiderwitze sowie politischen, literarischen und philosophischen Satire. Er ordnet die Bücher zunächst in die Geschichte der Kinderliteratur ein – wie sie sich zu anderen Größen der damaligen Zeit, wie Charles Kingsley, verhalten – und erforscht die lokalen und persönlichen Bezüge, die die echte Alice verstanden hätte. Ebenso faszinierend ist die reiche Textur von Fragmenten aus allem, vom „Sensation Novel“ bis zur Darwinschen Theorie – ganz zu schweigen von Dodgsons persönlichen Gefühlen –, die er im Laufe der Entwicklung in die Bücher einfloss.

Reich illustriert mit Manuskripten, Porträts, Sir John Tenniels Originalzeichnungen und zeitgenössischen Fotografien, ist dies ein frischer Blick auf zwei bemerkenswerte Geschichten, der uns auf eine Führung von den Sirupbrunnen des viktorianischen Oxford durch eine erstaunliche Welt voller Politik, Philosophie, Humor – und Alpträumen mitnimmt.